Hab vorhin die ersten 16 Bewerbungen zur Post gebracht. Mal schaun, wie viele diesmal zurückkommen. Glücklicherweise wird mindestens eine „Gehör“ finden. Und dann heißt es schon wieder: Schmieren wir dem Personalchef ordentlich Honig um den Hintern und bevorzugen die „ein-Knie“-Methode, dann hat man den direkt auf Kusshöhe. Ich will nicht!!!
Hey, vielleicht schaffe ich ja auch endlich die nächste Ablehnungsmarke zu brechen. Ganze 65 Ablehnungen umfasst mein Ordner bereits. 16 Bewerbungen hab ich geschickt. Gucke wir mal, wo ich dann lande.Mal ehrlich, eigentlich ist das voll traurig.
Da versucht man alles Mögliche, um einen Arbeitsplatz zu kriegen und es bringt alles nichts. Und die die nicht arbeiten wollen, kriegen ständig was vom Amt aufs Auge gedrückt, sprechen dann dort zwar vor, gehen da aber nie wieder hin. Das ist doch alles ungerecht.
Bin aber wenigstens froh, dass es überhaupt so viele Möglichkeiten hier in Berlin zum Bewerben gibt. Falls daraus aber nix werden sollte, ist der Rest von Deutschland dran. Ich will hier aber eigentlich nicht weg. Und schon gar nicht in irgendein kleines verschlafenes Nest, wo jeder jeden mit Lebensgeschichte kennt. Kaum läuft man auf offener Straße, schon wackeln die Gardinen und es wird getuschelt. Nein, ich braucht einfach die Anonymität der Großstadt.
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