Pünktlich zur Öffnung um 10:00 am Wildpark angekommen, standen wir dann aber vor der Entscheidung, nehmen wir die Jacken mit oder nicht, denn es schien die Sonne und wurde mit jeder Minute wärmer. Das Wetter in Brandenburg unterscheidet sich manchmal extrem vom Wetter in Berlin.Anders als im Tierpark oder Zoo, leben die Tiere dort in riesigen (teilweise Frei-) Gehegen. Auf vorgeschriebenen (ganz kurzen, kleinen oder langen) Routen kann man sich nach Lust und Laune alles anschauen. Der ganze Park ist ein einziges riesiges Freigehege für sämtliche Hirsch und Damwildarten. Aber es gibt auch Löwen, Tiger, Wildschweine, Wölfe, Bären etc. Diese laufen natürlich nicht frei im Park herum. Sie leben in extra großen Arealen am Rande des Parks.

Die Löwen und Tiger im Park befinden sich in einer extra dafür angelegten Großkatzen-Auffangstation. Diese Tiere haben ihr Leben lang in irgendwelchen Zirkus-Manegen ihr Dasein gefristet. Zu alt um vor Publikum aufzutreten oder für die Zucht, haben sie hier ein Zuhause gefunden, wo sie in Ruhe ihr restliches Leben genießen können.
Pünktlich zur täglichen Fütterung um 11:30 strömen alle Hirsche, Rehe, Ziegen und ähnliches auf einen zentralen Platz. Sobald sich das Fahrzeug des Tierpflegers nähert, geht es dort zu wie Hölle. Alle Tiere springen durcheinander und wollen die ersten an den Futtertrögen sein. Der oberste Platzhirsch kämpft als einziger nicht ums Fressen, der bedient sich direkt am Wagen und frisst Äpfel und Salat aus den Stapelbehältern.

Unsere Route führte uns dann zu den Wölfen und Bären. Die Schneeweißen Wölfe haben Nachwuchs bekommen und präsentierten ihn voller Stolz. Leider war der Kleine verletzt und humpelte immer seinen Eltern hinterher. Der Kleine sah voll knuffig aus. Das Fell war noch ganz aufgeplustert und stand überall ab. Der sah noch viel süßer aus als Knut.Die Bären waren dieses Mal auch agiler als bei unserem letzten Besuch. Damals konnte man sie nur von weitem sehen, diesmal kamen sie direkt in unsere Nähe und ich konnte super Bilder machen. Leider ist braucht die Kamera von meinem Opa immer etwas länger, bis der Fokus richtig eingestellt ist, daher hatte sich Meister Petz meist schon weggedreht. Aber egal, süß waren sie trotzdem – so ein richtig cooler Wackelhintern.

Gegen 13:00 waren wir dann wieder am Ein-/Ausgang angekommen und gönnten uns einen kleinen Mittagimbiss. Am dortigen letzten Freigehege – dem „Junggesellengatter“ leben Rot- und Damwild zusammen mit Wisente und Auerochsen. Damit z.B. der derzeitige Platzhirsch nicht ständig neuen Rangkämpfen ausgesetzt ist, wurde die anderen männlichen Jungtiere dort untergebracht. Alle paar Jahre wird der Leithirsch dann ausgewechselt.Das Einzige was wir leider nicht gesehen haben, waren die Waschbären. Da hätte ich gern einen von vor der Kamera gehabt. Vielleicht beim nächsten Mal. Ein Besuch des Parks lohnt sich auf alle Fälle.

Wen’s interessiert, mehr Infos zum Park gibt’s HIER.
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