Tomasz Kuszczak, der neue König von ManU
Schau mal Hertha, kennt ihr den noch?
Märchen: Von einem, der Berlin 2004 verließ, sein Glück in der Welt zu finden
abDer größte Moment in der Karriere von Tomasz Kuszczak. Nach sechs Saisonspielen ist er mit ManU im Sommer 2007 englischer Meister. Beim reichsten Verein der Welt hat der Pole einen Vertrag bis 2012. imago
Berlin - Das ist die Geschichte eines Märchens. Und eines jungen Mannes, der von Hertha BSC auszog, sein Glück zu finden. Er hat es gefunden. Es ist die Erfolgsstory von Tomasz Kuszczak, dem neuen König von Manchester United.
ManU - das ist der Heimatverein von David Beckham. Das ist der Klub von Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo. Das ist der reichste Verein der Welt.
Mittendrin Tomasz Kuszczak. Kennen Sie den noch? 25 Jahre. Torhüter. Und Ex-Herthaner.
In Berlin stand der Pole im Schatten von Christian Fiedler und Gabor Kiraly. Nur wenn einer der beiden verletzt war, saß er bei den Profis auf der Bank. Bundesligaspiele: null. Einsätze gab's nur bei den Bubis.
Davon hatte Kuszczak im Sommer 2004 die Nase voll. Als frischgebackener Nationalspieler war ihm das neue Hertha-Angebot nicht gut genug. Er ging zu West Bromwich Albion.
Dort gab's zunächst nur Pleiten. Mit den Albions stieg er ab. Im letzten Test vor der WM 06 kassierte er gegen Kolumbien (1:2) ein Gegentor seines Torwart-Gegenüber. Zu blöd. Bei der WM spielt er keine Minute.
Doch dann kam's ganz anders. ManU lieh ihn aus. Beim Debüt hielt Kuszczak gegen Arsenal einen Elfer. Im Frühjahr zog Trainer Alex Ferguson die Kaufoption, blechte 4,3 Millionen Euro Ablöse. Und plötzlich war Kuszczak mit ManU Meister.
Seit ein paar Tagen ist sein Glück perfekt. Weil sich Stammtorwart Edwin van der Sar (38) verletzte, sprang der Pole für den Holländer ein. Ferguson: "Tomasz hat eine große Zukunft."
Die goldene Bilanz: 1:0 bei Birmingham City, 1:0 in der Champions League gegen AS Rom, 4:0 gegen Wigan Athletic. Drei Spiele, drei Siege, kein Gegentor. Tabellenplatz 2.
Da können zwei andere Ex-Herthaner in der Premier League nicht mithalten. Christopher Samba nicht, obwohl mit Blackburn Rovers Sechster. Und Kevin-Prince Boateng, der bei Tottenhams 2:2 in Liverpool wieder nicht einmal zum Kader gehörte, schon gar nicht.
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