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Entweder man mag mich oder nicht. Ansonsten bin ich ein ziemlicher Perfektionist und das kann schon manchmal nerven. ;-)



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Reisebericht
posted by Consuela

10. Juni 2012 - 14:10


Monatelang freut man sich auf den - vor einer gefühlten Ewigkeit - gebuchten Urlaub, dann ist er plötzlich da und leider auch genauso schnell wieder vorbei. *schnief*

Naja, fangen wir aber erstmal beim Anfang an.
Montag, den 07.05.2012, ging’s los … leider mit ein paar Startschwierigkeiten. Der Wecker klingelte um 5:00, klingt war sehr früh, war aber für mich schon fast ne Art Ausschlafen, da mein Wecker, wenn ich zur Arbeit muss, sonst immer schon um 4:40 rappelt. 5:50 ging’s dann mit Sack und Pack per Bus zum Bahnhof und zu meinem Glück kam auch gleich ne Bahn, das war es dann aber auch schon. Eigentlich wollten Dani und ich uns gegen 6:30 am Bahnhof Zoo treffen, nur daraus wurde leider nix. Kennt ihr das, wenn ihr nen gaaaaaaaaaaaaanz dringenden Termin habt und das Universum gegen euch ist?! Aufgrund einer defekten S-Bahn am Bahnhof Savignyplatz hielt meine Bahn an jeder verdammten Station mindestens 5 Minuten und ich sah meine Zeit einfach nur davon rasen. Um 6:20 erreichten wir dann auch schon Ostbahnhof und da hatte ich dann echt die Faxen dicke und bin umgestiegen und mit dem Regio weiter, kurz vor 7:00 war ich dann auch endlich am Zoo, wo Dani bereits auf mich wartete. So fängt der Urlaub richtig gut an.


Die Fahrt zum Flughafen Tegel verlief ohne Probleme und auch der Check-In am Flughafen dauerte keine 10 Minuten, damit hatten wir wenigstens noch ein paar Minuten Zeit, um uns im Bucks ein kleines Frühstück zu genehmigen. Der Flug nach Newark verlief kaum erwähnenswert und auch die Zeit bis zum Weiterflug verging recht schnell, leider war damit aber auch hier unsere Glückssträhne vorbei. Auf dem Weg zur Startbahn (ich hoffte, wir waren auf dem Weg zur Startbahn, zwischenzeitlich kam mir aber doch der Gedanke, wir würden jetzt statt nach Washington zu fliegen, die gesamte Strecke fahren) gab unsere Maschine echt eigenartige Geräusche von sich. Der Pilot fährt und fährt und fährt, nach gefühlten 20 Minuten dreht er plötzlich um und fährt und fährt und fährt. Ich sehe das Terminal näher kommen, wir parken am Gate und DANN kommt auch endlich eine Durchsage, dass die Maschine wohl nicht in Ordnung zu sein scheint und wir wechseln müssten. Also alle raus, quer durchs Terminal und nach einer weiteren Wartezeit von 30 Minuten wieder rein, diesmal in einen neuen Flieger. Mit weit mehr als einer Stunde Verspätung sind wir dann auch endlich gestartet, diesmal ohne verdächtige Geräusche.


Leicht gerädert und tot müde kamen wir gegen 21:00 endlich im Hotel an, leider aber auch mit knurrenden Mägen und so sind wir nach einer kurzen Dusche noch mal schnell los und haben uns was zu futtern geholt.

In den kommenden Tagen haben wir alles, was möglich war, angeschaut und fotografiert. Hier ein paar Impressionen:

Weißes Haus                                  Capitol

Botanischer Garten                    J. Edgar Hoover Building (FBI)


Als wir vor 2 Jahren das erste Mal für einen Tag in Washington waren, haben wir eine Touristengruppe gesehen, die mit Segways unterwegs waren. Bereits in Berlin hab ich schon recherchiert, wo solche Toure angeboten werden und so sind wir einfach mal dorthin und haben uns für eine Tour (vorzugsweise auf Deutsch) angemeldet. Der Mitarbeiter dort war so nett uns eine Tour auf Deutsch zu reservieren und meinte, er versucht eventuelle weitere (nicht deutschsprachige) Interessenten, die sich noch anmelden würde auf eine andere Tour zu buchen. Denn eine direkte Privattour hätte uns einiges an Dollar mehr gekostet. Als wir zu unserem Segway-Training ankamen, sahen wir die Gruppe vor uns und die war wirklich nicht gerade klein. Ich war echt froh, dass das geklappt hatte und so zogen unser Tourguide Justin, Dani und ich auf unseren Segway los und brausten durch die Start, wobei und Justin alles erzählte, was er so wusste. Das hat alles unheimlich viel Spaß gemacht, so ein Segway hätte ich gern für zu Hause. In Berlin soll es auch so einen Verleih geben, ich glaub, da muss ich mich mal genauer informieren. Die Teile sind der Hammer und unheimlich einfach zu fahren.



Bei meinen Reiseführerstudien vor dem Urlaub war ich auf einen interessanten Vermerk auf einer der letzten Seiten dort gestoßen. Nämlich das ab Anfang Mai wöchentlich jeden Freitagabend auf dem Gelände der Marines, in den so genannten Marine Barracks, ein Konzert der United States Marine Band stattfindet, auch das Marine Drum und Bugle Corps und das Marine Corps Silent Drill Platoon waren zu sehen, wie sie im Stechschritt marschieren. Der Abend war wirklich interessant, vor allem der Anblick sooooooooo vieler Männer in Uniform. Namm namm. Da war schon das ein oder andere Schnuckelchen dabei. *grins*


Am letzten Tagen haben wir es dann etwas ruhiger angehen lassen. Überall in der Stadt gibt es Station mit Mietfahrrädern und so entschlossen wir uns kurzerhand einfach mal per Fahrrad durch die Stadt zu fahren, das hätten wir mal früher machen sollen, so hätten wir uns einige Blasen an den Füßen ersparen können. *grins*

Die Zeit in Washington hat wirklich viel Spaß gemacht und auch die Leute dort waren überaus freundlich und zuvorkommend. Manch einer bot von sich aus an, Fotos von Dani und mir zu machen, da brauchten wir nicht einfach fragen. Ich hab die Zeit dort echt genossen.

Leider mussten wir nach einer Woche Abschied nehmen, aber der Urlaub an sich war ja Gott-sei-Dank noch nicht vorbei. Die Flüge Washington => Newark => Miami verliefen ohne Probleme und waren pünktlich, da gab’s mal nix zu meckern. In Miami angekommen, mussten wir erstmal durch den halben Flughafen laufen, um endlich an die Gepäckbänder zu kommen. Okay, Gepäck war da, die Information, wo wir den richtigen Bustransfer fanden, war nach einigem Durchfragen dann auch gefunden, nur das Bedienen der Ticketautomaten  für ein Wochenticket stellte uns vor eine kleine Herausforderung, aber auch hier wurde uns ohne Nachfrage Hilfe angeboten und so hatten wir unsere Tickets dann auch noch rechtzeitig, bevor unser Bus ankam. Der bis dahin relativ kurze Aufenthalt außerhalb des vollklimatisierten Busterminals war … schweißtreibend. Hatte das Gefühl, dass mir alles was ich trank, sofort und ohne Umwege wieder aus dem Kopf lief und es war bereits Abend und dunkel, trotzdem herrschten da immer noch Temperaturen von 30°C und mehr.

Die Fahrt im ebenfalls vollklimatisierten Bus verlief verhältnismäßig schnell, die Rückfahrt dann am Ende unseres Urlaubs dauert allein für diese Strecke über 1,5 Stunden. Naja, jedenfalls kamen wir an der Endhaltestelle an und mussten für die Weiterfahrt bis zum Hotel einfach nur auf die andere Straßenseite wechseln. Busnummer bzw. -buchstabe war auch schnell gefunden, nur der Busfahrer war n Vollhonk und erzählte, wir müssten in die andere Richtung fahren, als ich in fragte, ob er uns Bescheid sagen könnte, wenn wir die entsprechende Haltestelle erreichen. Denn mit Ansagen der einzelnen Haltestellen sind wir in Deutschland ja echt verwöhnt. Jut, er meinte, wir wären falsch, also sind wir erstmal wieder raus aus dem Bus und ich hab meine Google-Map-Infos noch mal studiert und den Plan und kam immer noch auf das selber Ergebnis, dass ich recht hatte und der Busfahrer falsch lag. Okay, kurze Orientierungsphase. Die Haltestelle war direkt vor einem großen Hotel, in dessen Eingangsbereich ein Polizist stand, denn ich kurzum einfach mal ansprach und um Hilfe bat. Der sagte mir gleich, ich solle bloß den Stadtplan wegpacken, der würde hier sowieso nix bringen. O…k…a…y!!! Und dann erklärte er mir, dass ich wirklich richtig lag und der Busfahrer wohl entweder keine Lust oder keine Ahnung hatte. Jut!!! Brachte mir jetzt aber auch nicht mehr viel. Er erklärte mir das mit den Straßennummern und Haltestellen und dass das eben auch die richtige Richtung wäre. Okay, nächster Versuch. Bus kommt, wir rein und ich gab dem Fahrer nur die Info an welcher Hauptkreuzungsstraße wir raus müssten. Okay. Ne extra Info vom Fahrer kam dann doch nicht, da wir die Station schon sahen, leider merkten wir erst beim Aussteigen, dass wir noch eine hätten weiterfahren können, aber die lagen eh nur ca. 100m auseinander. Endlich am Hotel angekommen, haben wir uns nur noch frisch gemacht und sind ins Bett. Wir waren tot, töter, am tötesten.

1. Tag im Paradies, wir haben erstmal ausgeschlafen, na, zumindest bis nach 8:00, in Washington sind wir ja immer schon beizeiten los, damit wir viel schaffen konnten. Nach dem Frühstück haben wir unsere Badesachen geschnappt und sind an den direkt hinter dem Hotel gelegenen Strand. Herrlich. Kilometerweiter Sandstrand, kaum andere Leute da und warmes, azurblaues Wasser so weit das Auge reicht. *träum* Man konnte sichtig weit rein laufen und das Wasser stand einem immer noch nur bis zur Hüfte. Ich hätte da echt Stunden drin verbringen können … oh nee, ich muss mich korrigieren, ich HABE dort Stunden drin verbracht. Ich wär am liebsten gar nicht mehr rausgekommen. Aufgrund des hohen Salzgehaltes des Atlantiks brauchte man ja auch nicht mal wirklich schwimmen, das Salz hat einen an die Oberfläche gedrückt und die Bildung von Schrumpelhaut an den Fingern blieb auch aus.


Viel ist aus Miami so nicht zu berichten, da wir ja wirklich nen Erholungsurlaub machen wollten, aber einige Dinge haben wir uns schon angeschaut. Auf unserer direkten To-Do-Liste standen das Sea Aquarium, die Everglades und der Leuchtturm auf Key Biscayne und sonst sind wir halt durch die Innenstadt von Miami oder eben Miami Beach gewandert.

DAS ist der kleine Bruder                            von dem hier. ;-)


Bei unserem Ausflug in die Everglades hab ich sogar ne lebende Handtasche in Händen halten dürfen, das war total cool, aber auch ein eigenartiges Gefühl. Die Panzerung am Bauch eines Krokos ist zwar fest, aber auch nachgiebig und … ach ich weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Das war echt n Erlebnis. Ein nicht ganz so tolles Erlebnis war die Bekanntschaft mit Moskitos. Alter Schwede, sind die riesig. Die haben sich förmlich auf mich gestürzt, meine Beine zeugen immer noch von ihren fiesen Attacken.


Dadurch das Miami nicht ganz so viel zu bieten hat, wie zum Beispiel Washington, sind wir eben auch viel Shoppen gewesen. Vor 3 Tagen kam dann auch endlich meine Kreditkartenabrechnung. Autsch, aber mit der Summe hab ich schon so ungefähr gerechnet. Liegt aber alles in meinem Budget, ich brauch auch, dank der Erfolgsbeteiligung von Ende April, nicht an mein Sparbuch ran, um mein Konto auszugleichen, ich hab immer noch so viel drauf, dass ich locker über diesen Monat komme. Außerdem müsste, glaube ich, mit dem Gehalt Ende Juni auch das Urlaubsgeld (50% des 13. Monatsgehaltes) ausgezahlt werden. Dann geht gleich wieder der Überschuss auf mein Sparbuch. *hihi* Das Geld für einen nächsten Urlaub inkl. Taschengeld wäre damit auch schon wieder drin. Hm, fahr ich dieses Jahr vielleicht doch 2x weg??? Nee, ich brauch das ja irgendwann wieder, aber allein der Gedanke ist schön.

Aber schnell noch mal zurück nach Miami, um den Rest zu erzählen. Der Rest ist nämlich der Rückflug, der wurde etwas stressig. Als wir nämlich am Miami International Airport nach 2 Stunden Busfahrt (1. Strecke 30 Minuten, dann umsteigen und weitere 1,5 Stunden Fahrt) endlich ankamen, hatte Dani ein Problem beim Scannen des Handgepäcks. Sie hatte sich in Washington ne Schneekugel gekauft und diese im Handgepäck verstaut, ohne auf die Flüssigkeitsmenge zu achten, die man ja nur mitführen darf. Die nette und überaus geduldige Polizistin erklärte uns die Situation, dass das leider ein klein wenig zu viel Flüssigkeit ist, knapp drüber, aber eben drüber und damit nicht erlaubt. Nach kurzer Verständigung, entließ uns die Dame aus dem Sicherheitsbereich und wir sind noch mal zurück zum Check-In-Schalter für die Koffer. Die Dame dort wiegelte sofort ab, nein, man könne das Gepäck nicht noch einmal zurückholen, aber nachdem ich ihr eindringlich die Situation erklären konnte und dass das Teil ja eben ein Souvenir ist, dass man nicht eben mal schnell wegwerfen möchte, hat sie sich dann doch erweichen lassen und in der Gepäckzentrale angerufen und nach Dani’s Koffer gefragt. Den konnten wir uns dann eine Etage tiefer am Gepäckband abholen, Dani hat ihre Schneekugel darin versenkt und so konnten wir ihn wieder oben beim Check-In erneut abgeben und dieses Mal ohne Probleme durch die Sicherheitsschleuse gelangen. Die Polizistin winkte uns lächelnd durch.

Am Gate angekommen, konnten wir uns dann erstmal von der Aktion erholen, unser Flug hatte nämlich Verspätung, leider war ich die ganze Zeit nicht wirklich entspannt, da unser Anschlussflug in Newark nur 50 Minuten nach unserer Ankunft starten sollte und die Verspätung mit über einer Stunde angesagt wurde (rein rechnerisch hatten wir die A***karte gezogen). Sichtlich nervös wollte ich gerade einen der Mitarbeiter am Schalter fragen, da greift der auch schon zum Mikro und informiert darüber das ALLE Anschlussflüge sicher sein. Mein Gedanke: Sein Wort in Gottes Gehörgang. Ich blieb skeptisch. Der Flieger hob dann endlich ab und keine Ahnung, wie er es geschafft hatte, aber als wir in Newark ankamen, hatten wir noch geradeso 20 Minuten zum Umsteigen. Aber dank Murphy, war das alles nicht so einfach. Denn wie schon am ersten Urlaubstag mit der Verspätung der S-Bahn zum Zoo, hatten wir jetzt das Problem, dass wir genau am Ende eines Terminal-Arms ankamen und – natürlich, wie sollte es anders sein – zu dem Gate-Arm genau am anderen Ende des Terminals mussten und da dann auch noch wirklich das aller hinterste Gate unser war. Ich sach euch, wat ne Hetzerei. Wir waren glücklicherweise nicht die einzige Passagiere, auf die gewartet wurde, nein, wir waren die ersten beiden von insgesamt 20. Das hat uns dann etwas beruhigt. Die anderen Passagiere waren dann aber auch recht schnell da und so konnte es mit wenig Verspätung endlich zurück in die Heimat gehen.

Urlaub war schön, aber Home Sweet Home in good old Germany!!!

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Comments for Reisebericht
Na da hattet Ihr ja wirklich einen erlebnisreichen Urlaub! Da bekomme ich richtig Sehnsucht nach Florida :"(

Und was die Ankunft an den Terminals betrifft: ich glaube, dass machen die extra so, dass man über das ganze Gelände hechten muss, zum Anschlussflug - jedenfalls kenne ich es nicht anders ^^
 

Auf und Davon - Urlaubscountdown





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