Dieses Mal ging es ausnahmsweise mal nicht um Vampire oder Werwölfe, sondern um Traumwandler. Beim Lesen der ersten Bücher war eines der markantesten Dinge der Figuren, die Farbe ihrer Augen. Die Menschen mit dem Vampir-Dämon hatten grüne Augen und die mit dem Wolf-Dämon hatten blau Augen. Bereits damals hab ich mich gefragt, welche Augenfarbe wohl ihr nächster Charakterdämon haben würde und kam spontan zu dem Schluss: bestimmt grau. BINGO!!! Der Traumwandler Gabriel hat sturmgraue Augen.
Die Story ist schnell erzählt. Ella kennt in ihr Heimatdorf zurück und bezieht die alte, herunter gekommene Villa ihrer vor langer Zeit verstorbenen Tante. Mit Hilfe ihres leicht verkorksten Neffen Kimi und dem neuen Untermieter Gabriel versucht sie die alte Villa in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dabei ist schnell klar, dass zwischen Ella und Gabriel die Luft vor Spannung knistert. Nachts schleicht sich Gabriel in Ellas Träume ein und beide begreifen ihre Zuneigung, jedoch sind sie nicht allein, denn Gabriel folgt ein Schatten. Der Zugang zur Traumwelt war für Gabriel nicht ohne Folgen, der Inkubus verlangte von ihm einen seiner Träume als Eintritt. Und wie sollte es anders sein, kaum sind sich Ella und Gabriel näher gekommen, da verlangt der Inkubus einen neuen Traum oder Gabriel wird in tausende Splitter zerspringen.
Hatte mich eigentlich auf eine neue Story gefreut, allerdings dauert es extrem lange, bis Ella und Gabriel endlich mal ein Licht aufgeht, was ihre wahren Gefühle für einander angeht. Die Sache mit dem Inkubus ist nicht schlecht, aber auch hier hatte ich beim Lesen das Gefühl, das die Autorin zwischendurch mal ne Schreibblockade gehabt haben muss. Die Story ist am Anfang frisch und lebendig und verliert zur Mitte hin an Spannung, der Kampf gegen den Inkubus beginnt erst ungefähr auf den letzten 100 Seiten und ist dann plötzlich vorbei.
Fazit: Schreibstil leicht wie immer, Story neu, zieht sich aber wie Kaugummi. Der letzte Satz des Inkubus ("... eine Sache wäre da, die ich mir fast genauso sehr wünsche: Rache.") lässt zwar auf eine Fortsetzung schließen, aber um ehrlich zu sein, würde ich der Autorin davon abraten.
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