Vorbereitung zu zehnt und ohne Torwart
Polens Trainer beschreitet seltsame Wege
Warschau/Wronki - Die WM-Vorbereitung der polnischen Nationalmannschaft ist derzeit bestenfalls kurios zu nennen. Chaotisch wäre eine ebenso treffende Bezeichnung. Ungewöhnlich ist schon, dass Nationaltrainer Pawel Janas einen Tag vor der Nominierung des WM-Kaders am Montag noch ein Testspiel in Wronki gegen die Färöer Inseln angesetzt hat und davor ein Trainingslager.
Doch zu Beginn der Woche waren nur zehn Feldspieler des deutschen WM-Gruppengegners angereist, ein Torwart fehlte. "Ein sehr merkwürdiges Camp. Niemand ist da", schrieb das Fachmagazin "Przeglad Sportowy". Und die Tageszeitung "Dziennik" kommentierte: "Janas weiß nicht, was er tun soll." Die "Gazeta Wyborcza" lästerte, dass in Wronki "von der Null bis zum Helden" alles vertreten sei - Spieler, deren WM-Teilnahme als sicher gilt, ebenso wie chancenlose Notlösungen. Kein Wunder, denn am Samstag wird in vielen Ligen noch gespielt, auch in der polnischen.
Noch immer ist nicht klar, welche Spieler bis Sonntag noch kommen werden. So sagte Leverkusens Jacek Krzynowek: "Wenn ich am Samstag 90 Minuten spiele, fahre ich nicht nach Wronki. Wenn ich in Hannover nicht oder kurz spiele, kann es sein, dass ich hinfahre." Nach Angaben der "Gazeta Wyborcza" will Bayer-Trainer Michael Skibbe Polens Nationalcoach eine DVD-Aufnahme mit dem Auftritt des Offensivspielers schicken. Für Ebi Smolarek von Borussia Dortmund liegt nicht mal eine Bitte um Abstellung vor.
Völlig offen ist vor allem, wer am Sonntag zwischen den Pfosten stehen wird, und dabei ist die Torhüter-Frage in Polen fast so umstritten wie in Deutschland. Jerzy Dudek, die ehemalige Nummer eins, hat mit dem FC Liverpool noch das FA-Cup-Finale gegen West Ham United vor sich. Sein Konkurrent Artur Boruc (Celtic Glasgow) kommt vielleicht am Samstag nach. Voraussichtlich wird Tomasz Kuszczak gegen die Färöer Inseln im Tor stehen. Wie der Keeper von West Bromwich Albion sind mehrere der Spieler, die schon in Wronki trainieren, bei englischen Zweitligisten unter Vertrag, die ihre Saison beendet haben. Die Verhandlungen mit den Klubtrainern dürften buchstäblich bis zur letzten Minute dauern. Janas verteidigte das Trainingslager dennoch: "Die Sache macht Sinn."
dpa
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Yes, Tomasz für Polen.
Aber so ein Glück wie ich derzeit habe, wird das Spiel wieder einmal nicht im TV übertragen. *grummel*
Naja, aber hauptsache er darf spielen.
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