Maja, Phillip, Dani und ich waren gestern abend bei Bülent Ceylan in der O2-World. Man, man, man, was haben wir gelacht. Seine aktuelle Tour heißt ja "Wilde Kreatürken", gepasst hätte allerdings auch "schizotürk", denn er schlüpfte in all seine Rollen. Anneliese find ich persönlich mit am Besten: "Die Hoar, die Hoar, die Hoar ...". Boah, und diese quietschende Lache dazu, ich konnt kaum noch Luft holen, so musste ich mitlachen.
Aber auch Bülent selbst hatte viel Spaß auf der Bühne, da er das Berliner Publikum mal näher kennenlernen konnte. Er stellte mehrfach überrascht fest, dass wir Berliner doch recht speziell sind und etliches auch viel lustiger finden als andere oder eben auch bestimmte Satzkonstruktionen mit einem völlig anderen Sinn verstehen. So zum Beispiel: Erzählte er, dass er mal mit seinem Auto in Mannheim unterwegs war und dann irgendwo zwei Minuten stand, um einen raus zu lassen. An dieser Stelle stand er völlig perplex auf der Bühne und verstand überhaupt nicht, warum das Publikum jetzt schallend lachte. Bis ihm dann endlich ein Licht aufging und er erklärte, dass er nicht - tja, wie soll ich das jetzt schreiben - "durch die Hose geatmet hat", sondern einfach nur in zweiter Reihe stand, um einen anderen Autofahrer ausparken zu lassen. Da war ihm dann auch klar, dass wir Berliner so einiges mit anderen Augen sehen.
Schön war auch die Stelle, als er das Thema Integration ansprach und er fragte, ob wir das Kinderspiel "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" kennen. Und so ging's dann los:
Bülent: "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?"
Publikum: "Keiner!"
Bülent: "Und wenn er (aber) kommt?"
An dieser Stelle sollte eigentlich kommen: "Dann laufen wir (davon)!" Oder "Dann nehmen wir reiß aus!"
Aber was kommt geschlossen vom Publikum: "Dann kommt er halt!"
Da war's aus mit ihm und er musste selbst tierisch lachen und erkannte, das Berlin definitiv anders ist, als alle anderen Bundesländer. Wir sind halt lockerer drauf als die anderen. Hihi!!!
Es war ein sehr schöner Abend, zum Schluss hat er das Publikum noch in der Zugabe aufgefordert die Sitzplätz zu verlassen und direkt vor der Bühne mit ihm zu rocken. Bülent ist schließlich Metall-Fan und wollte es sich nicht entgehen lassen, abzufeiern und die Bühne zu rocken. Es gab zwischendurch auch nette Bilder von ihm, als er von seinem Auftritt in Wacken berichtete, bei dem er Ozzy Osbourne traf und stagediving mit nem Schlauchboot über die Menschenmengen machte. Dani und ich sind auch nach vorn und haben mit gehäääääääädbäääääänged, aber die Pyroshow währenddessen war echt hot. Boah, wie hält der das nur auf der Bühne aus, direkt vor der Bühne war es schon extrem heißt, als die Feuersäulen zündeten. Das muss ihm ja fast den Hintern wegbrutzeln, ein Wunder, dass seine Haare noch so lang sind.
Die Hoar, die Hoar, die Hoar ...
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