Da am 15.11. die Abgabe der nächsten Projekte ansteht, brennt bei uns auf Arbeit die Luft. Freitag Mittag wurde mir von M. erzählt, dass der Chef mit mir nachher reden will. Ich hab mir natürlich gleich Gedanken gemacht: Ich mach doch nen super Job, ne Kündigung kann's also nicht sein.
Chefe kam dann um 15 Uhr, rückte nen Stuhl mit an meinen Schreibtisch, lehnt sich verschwärerisch zu mir rüber und fragt, ob ich vielleicht am Wochenende arbeiten könnte, da die Abgabe vor der Tür steht und etliche Projekte noch nicht geprüft wurden. Wat soll ick n da sagen??? Nö, ick hab Wochenende??? Hab mich also freiwillig für Sonntag (heute) gemeldet. Im nachhinein meinte er dann noch, dass es für Sonntagsarbeit nen 50%-Aufschlag gibt. 8 Stunden Arbeit = 12 Überstunden!!! OKAY!!! Da ich eh am 12.12. nach nem freien Tag gefragt habe, wär der damit schonmal abgearbeitet.
So, nun stand ich Samstagabend vor dem ersten Problem. Habe mich nach der Schneepartie Hertha gegen Hannover (1:0) vor den PC geschwungen und ne passende Transportverbindung für heute gesucht. Da kam schon mal der erste Schlag. Der Bus nach Friedrichsfelde Ost fährt Sonntags unheimlich ...
Nach etlichem Hin und Her hatte ich dann aber glücklicherweise meinen Dad so weit, dass er sich bereit erklärte mich Sonntag früh direkt zum Ostbahnhof zu bringen, wo ich gleich in den Regio einsteigen kann. Gesagt, getan.
Pünktlich 8:15 komme ich also Kirschallee an. Nun stand ich vor der nächsten Hürde. Wie komme ich in das Gebäude ohne Schlüssel. Chefe hatte mir zwar die Telefonnummer vom Sekretariat gegeben, doch Herr L. kam erst gegen 9 uhr. Eigentlich hatte ich mich auch mit L. verabredet, dass wir uns vor der Tür treffen, da sie nen Schlüssel hat. Tja, denkste Puppe. ich stand am Haupteingang, sie ging durch die Hintertür. Super!!!
Gegen 8:45 hat's mir dann richtig gereicht. Erstmal hab ich nochmal ne Runde ums Gebäude gedreht, falls doch irgendwo noch ne offene Tür ist. Nüscht!!! Dann hab ich gerufen. Nüscht!!! Als letzte Möglichkeit blieb mir nur noch der Schnee. Also schnell ein paar Schneebälle geformt (ohne Handschuhe, scheiße war mir kalt) und gegen die Fenster im zweiten Stock geworfen. Immer noch nüscht (Licht brannte aber)!!! Also wieder nach vorn und dort gegen die Scheiben geworfen. Nun endlich eine Reaktion. M. sieht mich, winkt und verschwindet wieder. Gott-sei-Dank kam er kurz darauf zur Haupttür und schloss mir auf. Endlich konnte ich mich aufwärmen. Boah, war mir kalt.
Als kleiner Trost spendierte der Chef heute allen (11 Personen) das Mittagessen (10 Pizzen + Getränke) und den Nachtisch (2 Rührkuchen). Eine Pizza und ein Kuchen waren am Ende noch übrig, die wurde dann am Nachmittag noch erlegt.
Aber mal ehrlich: Wer Sonntag freiwillig arbeiten geht, hat doch echt den Schuss nicht gehört. Schließlich folgen jetzt noch 5 normale Arbeitstage. *heul / mit dem Kopf auf den Tisch hau vor Müdigkeit*
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