Ja, super, Deutschland soll in den nächsten 3-4 Tagen nicht von dieser verdammten Wolke betroffen sein, aber wie sieht es in einer Woche aus??? Menno, ich will doch einfach nur nach New York. Meinetwegen kann auch gerne noch der zweite Vulkan auf Island ausbrechen, aber doch bitte erst, wenn wir drüben sind. Dann ist mir nämlich - ehrlich gesagt - alles egal.
Quelle: n-tv.de
Dienstag, 04. Mai 2010
Aschewolke treibt über Irland
Flughäfen wieder gesperrt
Schon wieder: Die Aschewolke aus einem Vulkan in Island bringt erneut den Flugverkehr durcheinander. Bislang trifft es Irland und Teile Schottlands. Deutschland scheint indessen Glück zu haben.
Vulkanasche aus Island legt in Irland und Teilen Schottlands erneut den Flugverkehr lahm. In der Republik Irland und der britischen Provinz Nordirland trat das Flugverbot um 8.00 Uhr MESZ in Kraft. In Schottland waren die kleineren Flughäfen auf den Äußeren Hebriden schon in der Nacht geschlossen worden. Der Luftraum in anderen Teilen Großbritanniens und in Kontinentaleuropa sei nicht betroffen, erklärten die irische Luftfahrtbehörde IAA und die britische Behörde CAA. Flüge von Europa aus dürften weiter über Irland fliegen. Das Verbot soll vorläufig bis 14.00 Uhr MESZ gelten.
Die Asche aus dem isländischen Vulkan Eyjafjöll hatte erst im April zu einer tagelangen Sperrung von weiten Teilen des europäischen Luftraums geführt. Das Chaos kostete die Fluggesellschaften nach Angaben des internationalen Luftfahrtverbandes IATA 1,26 Milliarden Euro. Der Vulkan ist noch immer aktiv, stößt aber weniger Asche aus.
Keine Asche über Deutschland
Die neue Vulkan-Aschewolke über Irland und Großbritannien wird nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) den Luftraum über Deutschland vorerst nicht beeinträchtigen. "Deutschland wird in den nächsten drei bis vier Tagen nicht davon betroffen sein", sagte Jörg Steincke vom DWD-Luftfahrtberatungszentrum. Zwar würden nordwestliche Winde die Aschwolke Richtung Mitteleuropa treiben. Wegen günstiger Wetterverhältnisse werde die Asche das europäische Festland aber wahrscheinlich nicht erreichen, sondern bis Donnerstag über den britischen Inseln verharren und dann langsam nach Südwesten über den Atlantik abziehen.
Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung: "Wir beobachten die Meldungen des Wetterdienstes und sehen derzeit keinen Handlungsbedarf."
Verkehrsminister beraten
Deutschland forderte indes zur Vermeidung eines erneuten Flugchaos' wie nach dem Vulkanausbruch in Island europaweit einheitliche Grenzwerte für Aschekonzentrationen in der Luft gefordert. Diese müssten zusammen mit der Flugzeugindustrie und den Triebwerkherstellern entwickelt werden, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor dem Sonderrat der EU-Verkehrsminister in Brüssel. Bisher gibt es keinen entsprechenden Grenzwert.
Bisher koordiniert die 1960 gegründete europäische Organisation für Luftfahrtsicherheit, Eurocontrol, die Luftraumüberwachung für 38 europäische Staaten, darunter die 27 EU-Mitglieder. Sie hat jedoch keine Kompetenzen gegenüber ihren Mitgliedstaaten. In der EU sind bereits Regeln zu einer verbesserten Zusammenarbeit der nationalen Kontrollbehörden seit Ende 2009 in Kraft. Doch das Gesetzespaket "Single European Sky" muss noch schrittweise bis 2012 umgesetzt werden. Die EU-Kommission fordert, diesen Prozess zu beschleunigen und dem künftigen europäischen Luftraummanager ein Weisungsrecht gegenüber nationalen Behörden einzuräumen.
Die EU will mit der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO die Richtlinien zur Flugsicherheit bei Vulkanausbrüchen überarbeiten. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hatte als Sofortmaßnahmen außerdem vorgeschlagen, in Krisensituationen Nachtflugverbote zu lockern und den Fluggesellschaften Flugsicherheitsgebühren vorübergehend zu erlassen. Auch will die EU-Kommission Leitlinien für Staatsbeihilfen an Fluggesellschaften erarbeiten.
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