Aber nun mal kurz zum Inhalt des Buches und da muss ich wirklich sagen, das ist heftig. Es geht darum, dass die Weltpopulation mittlerweile auf einen Wert gestiegen ist, bei dem abzusehen ist, dass unsere Ressourcen bald nicht mehr reichen werden. Ein Genetiker will sich dieses Problems annehmen und der Bevölkerung "helfen". Seiner Ansicht nach muss die Weltbevölkerung drastisch gesenkt werden, damit ein weiteres Überleben überhaupt möglich ist. Er ist der Meinung, dass die Natur nicht ohne Grund Krankheiten und Gebrechlichkeit beim Menschen hervorruft, da aber die Wissenschaft und Medizin heutzutage fast alles heilen kann, sterben nicht mehr so viele Menschen wie früher an, z.B. Grippe, Krebs, etc. Deshalb entwickelt er einen Virus, der sich dem Problem Population des Menschen annehmen soll, indem er direkt die DNA des Menschen ändert. Aber wie passt Robert Langdon in das Bild? Er ist doch Symbologe. Ganz einfach Robert Langdon erwacht ohne Erinnerung an die letzten 2 Tage in einem Krankenhaus. Man erzählt ihm, dass auf ihn geschossen wurde und plötzlich steht die Assassine wieder vor ihm. Mit Hilfe der Ärztin Sienna Brooks entkommt er der Auftragskillerin und die Jagd beginnt. Auf seiner Flucht entdeckt er eine Art Minibeamer in seinem Jackett, welches das Bild La Mappa dell'Inferno von Botticelli projiziert. Während Robert versucht das Bild zu Entschlüsseln suchen ihn immer wieder Erinnerungsfetzen heim. Er muss dringend Klarheit in seine Situation bringen, dabei zieht er Parallelen zu dem Genetiker und es beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Wird Robert es rechtzeitig schaffen den Virus am Ausbrechen zu hindern?
Die Story ist wirklich heftig und enthält eben leider auch einen sehr ernst zu nehmenden Punkt. Die Weltpopulation ist in den letzten Jahrzehnten extrem angestiegen und neue Ressourcen müssen gefunden werden, sonst wird es mit uns in absehbarer Zeit zu Ende gehen. Aber die Einfachheit und Direktheit, die der "Bösewicht" des Romans hier anspricht, ist ... ich kann's kaum beschreiben ... brutal. Auf der einen Seite hat er nicht ganz unrecht, die Natur selektiert die Schwachen, damit der Stärkere überlebt. Aber bezieht man das Ganze auf den Menschen und einen selbst betrifft es aufgrund der Krankheitsgeschichte, so muss man doch echt schlucken. Hätten die Ärzte vor 3 Jahren nicht so schnell gehandelt, wie sie es taten, so wäre ich bereits tot. Und DAS ist ne Erkenntnis, die mich doch recht hart getroffen hat beim Lesen. Aber schieben wir die negativen Gedanken lieber beiseite und widmen uns der Zukunft.
FAZIT: Dan Browns Inferno ist, trotz der düsteren Thematik, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Sehr zu empfehlen.
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